Was es ist
Jede openXEdge ist ab Werk so vorbereitet, dass sie sich beim FleetManager meldet, sobald sie ins Internet kommt. Das ist die Grundlage für alles, was Sie aus der Ferne unterstützen lassen wollen — Fern-Diagnose, Update-Empfehlungen, Notfall-Reparatur.
Voraussetzungen
Damit es funktioniert, müssen drei Dinge gleichzeitig erfüllt sein:
- 24 V Strom an der Edge.
- Eth2 (mittlerer Port) hängt an einem DHCP-Server, der eine Firmen-IP vergibt und Internet-Zugriff erlaubt — typisch ein Office-Switch hinter Ihrem Firmen-Router.
- Die Edge hat ihre Kennung: Geräte mit Seriennummer bringen sie ab Werk mit; ältere Geräte bekommen ihre Maschinen-ID bei der Aktivierung.
Sind alle Bedingungen erfüllt, schickt die Edge alle paar Minuten ein Heartbeat an den FleetManager mit Versionen, IP-Adressen und Selbstdiagnose. Brinkhaus-Personal sieht Ihre Edge dann in der zentralen Übersicht:

Seriennummer, Gerätename und Inventarnummer
Jede neu ausgelieferte Edge trägt eine Seriennummer (z. B. SN00100); sie
steht auf Etikett und Lieferschein. Unter dieser Nummer führt die
Flottenverwaltung das Gerät. Die Seriennummer wird bei der Erstkonfektionierung vergeben und
lässt sich auf der Edge nicht ändern — so bleibt ein Gerät in der Flotte immer
dasselbe, auch wenn Sie es umbenennen oder an einen anderen Ort stellen.
Wie Sie das Gerät nennen, bestimmen Sie selbst, mit zwei freien Feldern:
- Gerätename — der Name, unter dem das Gerät in der Flottenverwaltung angezeigt wird (z. B. „Drehmaschine 1“). Umbenennen ändert nur die Anzeige; es entsteht kein zweites Gerät.
- Inventarnummer — Ihre eigene Inventar- oder Maschinennummer, damit Sie das Gerät in Ihren Unterlagen wiederfinden.
Beide Felder sind optional.
Ältere Geräte ohne Seriennummer werden weiter unter ihrer Maschinen-ID aus der Aktivierung geführt und behalten sie. Solange sie an die Flottenverwaltung angebunden sind, kann ihnen der Support dort nachträglich eine Seriennummer zuweisen. Maschinen-ID, Passwort und bisheriger Verlauf bleiben dabei erhalten; auf der Edge erscheint danach die Seriennummer statt des Felds Maschine.
Was Brinkhaus-Personal damit sehen kann
Pro Edge in der zentralen Sicht:
- Status-Punkt (grün/gelb/rot) — auf einen Blick, ob die Edge noch online ist und ob sie Probleme meldet.
- Versionsstände aller laufenden Container (
bos-mainui,bos-updateservice,datastore,idea4sbridge, …). - Letzter Heartbeat-Zeitpunkt — wenn der älter als ein paar Minuten ist, ist die Edge offline oder hat keinen Internetzugriff mehr.
- Alle aktuellen IP-Adressen der Edge — hilfreich, wenn die Office-IP per DHCP wechselt.
- Selbstdiagnose-Meldungen — dieselben Codes, die Sie auch unter Diagnose lesen sehen.
Was die Edge selbst überträgt
Die Inhalte sind absichtlich knapp:
- Versionsstände, IPs, Heartbeat-Zeit, Selbstdiagnose-Codes.
- Seriennummer, Gerätename und Inventarnummer.
- Ob das Initialpasswort geändert wurde — nie das Passwort selbst (siehe Passwort ändern).
- Keine Sensormesswerte, keine Prozessdaten, keine persönlichen Daten.
Heißt: der FleetManager ist eine Wartungsebene für die Edge selbst, nicht ein Datenarchiv für Ihre Produktion. Ihre Messwerte bleiben in der Edge (und in dem, was Sie darüber per Datenexport aktiv hinausschicken).
Edge-seitig kontrollieren
Auf der Edge sehen Sie Ihren Anteil unter Einstellungen → Flottenmanagement:
- Kundenname — read-only, gibt an, zu welchem Kunden die Edge in der Flotte gehört.
- Seriennummer — read-only, nur bei Geräten mit Seriennummer. Sie identifiziert die Edge in der Flotte.
- Maschine — nur bei Geräten ohne Seriennummer: die Maschinen-ID aus der Aktivierung, die diese Edge in der Flotte identifiziert.
- Gerätename, Inventarnummer und Aufstellungsort — frei wählbar.
Änderungen übernehmen Sie mit Flottenmanagement-Einstellungen speichern. In der Flottenverwaltung erscheinen Gerätename, Inventarnummer und Aufstellungsort erst nach dem nächsten Neustart des Geräts.
Wenn die Edge offline geht
In der zentralen Sicht (Bild oben) sind Edges, deren letzter Heartbeat zu lange her ist, mit einem roten Status-Punkt markiert (im Beispiel e000002 und e000003). Brinkhaus-Personal sieht das sofort und meldet sich proaktiv — sofern die Edge an die Flottenverwaltung angebunden ist. Typische Ursachen sind ausgefallene Switches, vergessene Stromzufuhr oder ein Firmen-DHCP, der den Pool gewechselt hat.
Hilfe anfragen
Geben Sie der Hotline:
- die Seriennummer (auf Etikett und Lieferschein, auf der Edge unter Einstellungen → Flottenmanagement) oder, bei älteren Geräten ohne Seriennummer, die Maschinen-ID (ebenda),
- den groben Symptomsatz (“Grafana leer”, “Update bricht ab”),
- die zuletzt versuchte Aktion.
Ist die Edge an die Flottenverwaltung angebunden, kann die Hotline parallel die Diagnose im FleetManager mitlesen — meist ist das schon genug, um das Problem zu lokalisieren, ohne dass jemand vor Ort sein muss.