Konzept v2
Die openXEdge hat drei LAN-Ports auf der Vorderseite. Sie sind in der Werksauslieferung fest auf drei verschiedene Aufgaben vorbereitet — wer das einmal verstanden hat, weiß auch, wo Service-Personal an die Edge kommt und wohin der Sensorbus verkabelt gehört.

Die drei Ports
Von oben nach unten am Gerät:
| Port | Aufgabe | Werks-IP |
|---|---|---|
| Eth3 (oben) | Service-Port für Brinkhaus / IT-Wartung. Statisch vergeben, nicht im Werksnetz. | 172.16.10.250/24 |
| Eth2 (Mitte) | Firmennetz — DHCP-Client. Über diesen Port holt sich die Edge ihre Firmen-IP, kommt ins Internet, erreicht den FleetManager. | DHCP |
| Eth1 (unten) | IO-Link-Master-Anschluss. Statisch im Master-Subnetz. | 172.16.9.112/24 |
Eth1 zeigt damit fest auf den IFM-IO-Link-Master — werksseitig auf 172.16.9.110. Der IDEA-4S-Sensor hängt physisch an Port 1 dieses Masters via IO-Link und schickt seine Werte über das IO-Link-Protokoll.
Wieso drei getrennte Netze?
Die Trennung macht zwei Dinge möglich:
- Maschinen-Bus bleibt ungestört — der IO-Link-Master und sein Sensorstrang sind in einem eigenen kleinen Subnetz (
172.16.9.0/24). Der Datenverkehr dort liegt im einstelligen kbit-Bereich und wird durch Office-Last nicht beeinflusst. - Firmennetz bleibt sauber — alles, was die Welt erreichen soll (Updates aus dem Internet, Anbindung an den Brinkhaus-FleetManager, Browser-Zugriff vom Werker-PC), läuft ausschließlich über Eth2.
Datenfluss kurzgefasst
IDEA-4S (IO-Link)
│
▼
IFM IO-Link-Master (172.16.9.110)
│ publiziert via MQTT
▼
Mosquitto auf der Edge Port 1883, ohne Login, Topic IDEA-4S/1
│
▼
DataStore ──→ PostgreSQL ──→ Grafana
Mehr zur Visualisierung in Grafana-Dashboards, mehr zur MQTT-Subscription in IO-Link-Master konfigurieren.
Praktische Konsequenzen
- Anlage in Betrieb nehmen: Eth1 zum IO-Link-Master, Eth2 ins Firmennetz mit DHCP, Eth3 erst stecken, wenn ein Service-Techniker da ist.
- Vor Ort am IDEA-4S messen: Ihr Service-Laptop kommt über Eth3 ins Service-Subnetz oder über Eth2 von der Office-Seite.
- IP der Edge ändern: nur über die Bedienoberfläche (siehe Netzwerk konfigurieren) — niemals über das Betriebssystem selbst, Sie würden die nächste Update-Konfiguration brechen.